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Schachverein Worms richtet 14. Nibelungenopen aus

10.11.2018    Bericht von Daniel Helbig

Diesen November richtete der SV Worms 1878 das nunmehr 14. Nibelungen-Schachopen in Worms Horchheim aus. Das Turnier ist über die Jahre fester Bestandteil im Turnierkalender der Schachregion geworden und eigentlich gar nicht mehr wegzudenken. Wie jedes Jahr zog es eine große Menge von Schachspielerinnen und Schachspielern in die Nibelungenstadt. Gespielt wurde in zwei Gruppen. In der A-Gruppe durfte starten, wer eine Wertungszahl von mindestens 1800 sein Eigen nennen kann. Dort gingen 66 Starterinnen und Starter ins Rennen. In der B-Gruppe trafen alle Spieler mit einer Wertungszahl von maximal 1900 Punkten aufeinander; hier waren es sogar 101 Teilnehmer. Zu den aktiven Schachspielern kamen dann noch die ganzen Helferinnen und Helfer hinzu, ohne die ein solches Turnier selbstverständlich niemals klappen würde. Der Stress begann für das Helferteam aus Worms dieses Mal bereits vor dem Turnier. Aufgrund der anstehenden Oberbürgermeisterwahlen verlangte die Stadtverwaltung vier Tage vor Turnierbeginn von den Wormsern, die eingeplante Halle in Worms Pfeddersheim kurzfristig aufzugeben. Der vorgeschlagene Kompromiss, das Wahlbüro in zwei Klassenräume zu verlegen, wurde kategorisch abgelehnt, sodass das gesamte Turnier auf der Kippe stand. So tritt man ehrenamtliches Engagement der Vereine mit Füßen. Immerhin bemühte man sich dann, eine Ersatzschule anzubieten. Erst zwei Tage vor Turnierbeginn konnte der Verein dann Teilnehmer, Schiedsrichter und Helfer informieren. In aller Eile schaffte es das Team um Astrid Boos-Guckes, Patrick Boos, Michael Pittner-Fleck, Klaus Zachmann, Gernot Köhler und, seitens der Stadtverwaltung, Frau Sonneck die neue Spielstätte für das Turnier herzurichten. So konnte es also doch noch losgehen. Draußen hielt das Cafeteria-Team den Grill am lodern, drinnen qualmten statt der Briketts die Köpfe. In jeweils 7 Runden machten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer untereinander aus, wer an diesem Wochenende die oder der stärkste von ihnen war. Im B-Turnier war es lange Zeit Artur Yeganyan vom Schachclub Pirmasens, der den Ton angab. Erst in der letzten Runde – und selbst hier noch in eigentlich komfortabler Stellung – griff Yeganyan fehl. Er verlor seine Partie und damit am Schlusstag noch das Turnier an Frank Bäumer vom Verein Gambit Gunsenburg. Bäumer erzielte starke 6 Punkte aus den 7 Runden. Im A-Turnier ließ sich Topfavorit Igor Solomunovic die Butter nicht vom Brot nehmen. Der erfahrene und spielstarke Internationale Meister gewann in einem sprichwörtlichen Start-Ziel Sieg. Mit seinem gewohnt ruhigen und soliden Stil gewann Solomunovic gleich die ersten 6 Runden hintereinander. In der letzten Runde begnügte er sich dann mit einem Remis gegen den Wormser René Dausch und sicherte sich den Erfolg. Dausch landete am Ende auf Platz Nummer 5 und setzte damit nach zuletzt eher bescheideneren Ergebnissen ein Ausrufezeichen. Es bleibt zu warten, ob er den positiven Trend beibehalten kann, und bald schon zu alter Spielstärke zurückfindet; der SV Worms traut es ihm jedenfalls zu. Lange Zeit war auch Johannes Feldmann vom SV Worms gut im Turnier gelegen. Nach einer etwas unglücklichen Niederlage gegen Solomunovic kämpfte sich der Oberligaspieler Stück für Stück zurück ins Turnier. Sieg für Sieg kletterte Feldmann in der Reihenfolge wieder nach oben. In der letzten Runde traf er dann auf Arkadi Syrov vom Schachclub Frankenthal, ein wahres Spitzenduell. Syrov konnte sich in einer zutiefst ungewöhnlichen Partie durchsetzen, lange Zeit war es nicht ersichtlich, welchen Plan beide Seiten überhaupt befolgen sollten. Mit seinem Sieg sicherte sich Syrov am Ende den zweiten Platz im Turnier, Platz drei ging an Pascal Barzen aus Trier. Ein schönes Erfolgserlebnis konnten die Wormser dann aber doch auch noch feiern: Man eroberte nämlich die Mannschaftswertung im A-Turnier. Hier wurden jeweils die Ergebnisse der vier besten Spieler im Turnier addiert. Neben Feldmann und Dausch waren das Niclas Burg und David Musiolik.

Alles in allem was das Turnier trotz des turbulenten Auftaktes ein voller Erfolg. Der Dank des SV Worms gilt vor allen Dingen all den fleißigen Helferinnen und Helfern, die wirklich stundenlang dafür sorgten, dass alles klappte. Aktive Wormser, aber auch Eltern und Partner waren hier zusammengekommen und verrichteten als Team ganze Arbeit. Der Dank der Wormser richtet sich aber auch an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Man hofft, dass sie ein schönes Turnier hatten, und dass man sich im nächsten Jahr möglicherweise wieder trifft.

Nibelungen Open 2017 (Ausschreibung)

Turnier A: Tabelle  1.Runde  2.Runde 3.Runde   4.Runde   5.Runde   6.Runde   7.Runde

Turnier B: Tabelle  1.Runde  2.Runde   3.Runde   4.Runde   5.Runde   6.Runde   7.Runde

 

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