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Worms zittert sich zum Sieg und behält Tabellenführung in der Oberliga Süd-West.

26.02.2019   Am Sonntag fand in der Schach-Oberliga Süd-West der 7. Spieltag der Saison 2018/19 statt. 

Dort führt aktuell die erste Mannschaft des SV Worms von 1878 e.V. die Tabelle an – erklärtes Ziel ist der Aufstieg in die 2. Schachbundesliga. Für die Wormser ging es zum Auswärtskampf nach Gau-Algesheim. Auf dem Blatt startet man als klarer Favorit in die Begegnung, doch war Vorsicht geboten: Im Laufe der Saison haben sich die Gau-Algesheimer, die auf die Unterstützung des ukrainischen Großmeisters Sergej Ovsejevitsch setzen können, zum echten „Favoritenschreck" gemausert. Zunächst wurden die Wormser ihrer Favoritenrolle noch vollends gerecht: Mike Martin, Mannschaftsführer Roland Ollenberger und „Youngster" David Musiolik konnten jeweils ihre Partien für sich entscheiden. Dann allerdings kippte das Momentum des Mannschaftskampfes um. Daniel Helbig geriet gegen seinen jungen Gegner in verlorene Stellung, die er nur mit vielen Tricks und unter Ausnutzung der Zeitnotphase in ein Remis retten konnte. Auch Steffen Schluchter kam gegen seinen vorsichtig spielenden Gegner nicht über die Punkteteilung hinaus. Thomas Steinkohl musste sich schließlich sogar geschlagen geben. Somit stand es 4 zu 2 bei noch zwei laufenden Partien – ein halber Punkt musste für den Sieg noch her. Dieser schien allerdings zwischenzeitlich in weiter Ferne. Erst am Ende einer turbulenten und aufreibenden Zeitnotschlacht gelang es Johannes Feldmann seine kritische Stellung gegen Pascal Karsay auszugleichen. Karsay brütete noch etwa 30 Minuten über der Stellung und bot dann Remis an. Damit hatte Worms den Sieg in der Tasche. Zuletzt bemühte sich Dennis Naßhan am Spitzenbrett noch gegen den etwas übermächtigen Großmeister. Nach mehr als fünf Zeitstunden starker Verteidigungsleistung musste er sich dann doch noch zum 4,5 zu 3,5 Endstand geschlagen geben.
In der nächsten Runde trifft der SV Worms auf seinen direkten Verfolger, den Schachclub Landau. So wie sich die Liga zwischenzeitlich entwickelt hat, wird dann wohl die Entscheidung über die Meisterschaft fallen. In der Schachregion fiebert man jedenfalls schon jetzt einem waschechten Endspiel entgegen, viele Schachfreunde aus nah und fern haben sich als Zuschauer angemeldet.

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