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Wormser mit Abschneiden beim 88. Schachkongress zufrieden - das i-Tüpfelchen blieb aber versagt -

03.05.2019 Bericht von Daniel Helbig

Vom 18. bis zum 28. April fand in Birkenfeld der 88. Pfälzische Schachkongress statt. Das Turnier bildet jedes Jahr aufs Neue einen der Höhepunkte der regionalen Schachsaison. Der Aufbau der Veranstaltung ähnelt dem von Sportfesten: insgesamt eine Woche lang kämpfen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in verschiedenen Turnieren und Disziplinen um die begehrten Titel. Besonders wichtig ist dabei vor allem der Entscheid um die neue pfälzische Meisterin / um den neuen pfälzischen Meister im Schach mit langer (klassischer) Bedenkzeit. Ausgetragen werden aber auch die pfälzischen Meisterschaften im Einzelblitz, im Schnellschach und im 4er-Mannschaftsblitz. Daneben gibt es ein Jugendturnier, einen Firmencup, ein Seniorenturnier, mehrere Hauptturniere und ein Problemschachturnier.

Roland Ollenberger im A-Turnier

Der Wormser Schachverein von 1878 e.V. war mit verschiedenen Spielern gleich in mehreren Disziplinen vertreten. Im Hauptturnier 4 erwischte Jan Nagel zunächst einen guten Start in seinen Kongress. Im weiteren Verlauf musste er dann allerdings leider etwas Federn lassen, am Ende hatte er dann auch noch etwas Pech mit der Auslosung. Schlussendlich blieb Jan etwas hinter den Erwartungen zurück. So wie wir ihn kennen, wird er sich davon aber nicht unterkriegen lassen!

Einen rabenschwarzen Tag erwischte dann auch Daniel Helbig beim Einzelblitzturnier. Gesundheitlich angeschlagen, ging er als einziger Wormser in dieser Disziplin an den Start. Eigentlich an Position 3 und damit als einer der Favoriten gesetzt, kam er am Ende nicht über einen Platz im Mittelfeld hinaus. Helbig, der ohnehin nicht gerade als Blitzspezialist bekannt ist, konnte sich jedoch gut damit vertrösten, dass er am Schlusstag noch für das 4er-Mannschaftsblitz vorgesehen war; dazu später mehr.

Für ein erstes erfreuliches Ergebnis sorgte dann Altmeister Gregor Werner beim Problemschachturnier. Hier galt es, die gestellten Schachaufgaben in einer bestimmten Zeit zu lösen. Werner trat allein an, obwohl eigentlich auch Teams zugelassen waren. Sein Mut wurde schließlich mit Platz 3 in der Endabrechnung belohnt. Mit diesem starken Ergebnis zeigte Gregor einmal mehr, was er schachlich noch so „alles auf dem Kasten hat“.

Ein Ausrufzeichen konnten am Donnerstagabend auch Roland Ollenberger und Mike Martin im Schnellschachturnier setzen. Traditionell dauert dieser Entscheid bis spät in die Nacht und auch dieses Mal sollte es bis nach 0.00 Uhr gehen. In einer stark besetzten A-Gruppe wurde Roland Ollenberger am Ende mit 5 Punkten Vizemeister hinter Karl-Yasmin Murany. Damit ist er gleichzeitig für die Rheinland-Pfalz Schnellschachmeisterschaften qualifiziert. Mike Martin landete mit 3,5 Punkten auf einem soliden 10. Platz.

Mit großen Hoffnungen waren die Wormser in das stärkste Turnier des Schachkongresses, das MTA (Meisterturnier A), gestartet, waren sie doch mit Roland Ollenberger, Mike Martin und Martin Heider gleich zu dritt in dem 10 Mann starken Feld vertreten. Martin Heider trat außerdem als amtierender Pfalzmeister mit der Mission Titelverteidigung an. Roland Ollenberger erwischte wie schon in den Vorjahren keinen besonders guten Start in das Turnier. Dafür drehte er dann in der zweiten Turnierhälfte voll auf und sammelte Punkt um Punkt. Am Ende standen versöhnliche 5 Punkte bei ihm zu Buche. Das reichte für den 3. Platz. Mike Martin war mit Außenseiterchancen in das Turnier gegangen. Nachdem er gut in das Turnier hineingefunden hatte, tat er sich dann in der zweiten Hälfte etwas schwer, die Spieler zu besiegen, gegen die er eigentlich favorisiert war. Schlussendlich sprangen für ihn 3,5 Punkte und der 6. Platz heraus. Martin Heider ging neben Arkadi Syrov vom Schachclub Frankenthal als Favorit ins Rennen. Nach schönen Siegen zu Beginn des Turnieres verlor er leider das Entscheidungsspiel gegen Syrov. Am Ende erzielte er 6,5 Punkte, was den 2. Platz im Turnier und damit den Vizemeistertitel bedeutete.

Ein versöhnliches Ende fand der Schachkongress schließlich beim 4er-Mannschaftsblitz. Hier traten die Wormser in der Besetzung Mike Martin, Steffen Schluchter, Martin Heider, Roland Ollenberger und Daniel Helbig an. Marie Kerstan fungierte gewohnt souverän als Coach der Truppe. Besonders bemerkenswert waren am Ende die Einzelergebnisse von Steffen Schluchter, der nur 2 Punkte aus 15 Runden abgab, und Martin Heider, der sogar nur einen Punkt abgeben musste. Nachdem die Mannschaft aus der Nibelungenstadt leider sehr knapp das vorgezogene Entscheidungsspiel gegen den SK Landau verlor, gewannen sie anschließend alle restlichen Begegnungen. Am Ende wurde man somit souverän Vizemeister. Damit hat sich der SV Worms gleichzeitig für die rheinland-pfälzischen Meisterschaften in dieser Disziplin qualifiziert.

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