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Zwei Mannschaftsberichte von Jakob Dlugosch

Saisonstart in der Kreisliga Nord-Ost

Das Wunder von Lambsheim

Am zweiten Spieltag der Kreisliga ging es für die sechste Mannschaft des SV Worms nach Lambsheim, um dort gegen die dritte Mannschaft es SC Lambsheims zu spielen. Man wollte besseres herausholen nach der deutlichen Niederlage im SV Worms Derby gegen die fünfte Mannschaft wieder gutmachen. Doch die Bedingungen dafür waren alles andere als gut. Obwohl wie immer sechs Spieler gemeldet waren, erschienen zwei Spieler, die jeweils an Brett 1 und 2 angemeldet waren,gar nicht. So war man nach Lambsheim mit zwei Spielern weniger angereist, was natürlich ein harter Dämpfer für die Stimmung und die Mentalität der Mannschaft war. Außerdem hatten drei von den vier besetzen Brettern die Lambsheimer Spieler knapp 150 DWZ mehr, an zwei Brettern sogar knapp 200 DWZ und drüber. Das kann ja was werden...

Lambsheim erhielt durch die nicht angetretenen Spieler natürlich nach nur knapp einer halben Stunde zwei Gratispunkte. Die Entscheidungen ließen lange auf sich warten, deshalb hier der Zwischenstand nach knapp einer Stunde: Boris Helm an Brett 3 startete bereits mit dem ersten Bauernzug c4 in eine eher ungewöhnliche Eröffnung. Sein Gegner hielt bis zu diesem Zeitpunkt aber recht gut mit und es dauerte lange bis überhaupt die erste Figur geschlagen wurde. Bei Jakob Dlugosch, der an Brett 4 gegen den Mannschaftsführer der Lambsheimer ranmusste, lief die ebenfalls ungewöhnliche Eröffnung noch ganz gut, dann vergaß er aber die Springergabel seines Gegners und - futsch war sein Turm und hatte auch einen leichten Materialnachteil.

Auch bei Karsten Großkopf an Brett 6 lief es trotz des ungefähr gleichgewerteten Gegners nicht so rund, da ihm der Frust des ungewollten Nachteils für Worms zu schaffen machte. Immerhin lief es bei Mannschaftsführer Marc Braner an Brett 5 ziemlich gut, da er seinem über 200 DWZ stärkeren Gegner bereits in der Eröffnug einen Springer gewann. Nach knapp über zwei Stunden Spielzeit gab es dann endlich die erste Entscheidung: Boris Helm konnte durch einen souveränen Schlagabtausch einen Springer gewinnen. Nicht lange danach opferte er seinen Extra-Springer um mit den Bauern mattzusetzen.

Das Opfer wäre, wie sich später herausstellte nicht mal nötig gewesen, trotzdem war es eine schöne Partie von ihm und ein wichtiger Punkt für Worms VI. Ein paar Minuten später holte dann Karsten Großkopf einen weiteren Punkt: Er konnte seinen Frust abschütteln und die Stellung langsam aber sicher für sich zurückgewinnen, bis sein Gegner aufgab. Damit setzte er auch seine starke Serie weiter fort. Damit war man trotz doppelter Unterzahl plötzlich gleichauf. Doch der Wahnsinn nahm kein Ende.

Zu dem Zeitpunkte konnte Jakob Dlugosch einen Bauer mit dem Springer auf der C-linie rausschlagen. Dadurch konnte er seinen B-Bauern gefährlich in Richtung Umwandlungsfeld bringen und sein Gegner musste einen Turm opfern. Dann tauschte er mithilfe eines Schachs die letzen verbleibenden Schwerfiguren ab und schlug den weit vorgerrückten gegnerischen a-Bauern raus, wodurch nun sein Freibauer auf der gleichen Linie nun Oberwasser hatte. Diesen versuchte sein Gegner noch mit dem König zu blockieren, so konnte Jakob aber deutlich schneller zu den gegnerischen Bauern auf der anderen Seite kommen, bevor er dies aber überhaupt tuhen konnte gab sein Gegner auf und der Jubel auf Wormser Seite war groß. Aber noch war es nicht vorbei, da Marc Braner noch spielte.

Er konnte seinen gewonnenen Springer gut verwerten und gewann zusätzlich zwei Bauern hinzu. Zwar hatte er etwas Zeitdruck, aber das war es seinem Gegner nicht wert, weiterzuspielen. Damit holte Worms VI den finalen Punkt zum überraschenden 2-4 Sieg trotz doppelter Unterzahl. So kann man mal einen ersten Saisonsieg holen. Als nächstes geht es im Oktober zuhause gegen die vierte Mannschaft des SK Ludwigshafen an die Bretter. Hoffentlich kann man sich von diesem Spieltag etwas davon mitnehmen - und natürlich hofft man, dass alle Spieler dann diesmal vollzählig erscheinen.

Dlugosch Unser Berichterstatter Jakob Dlugosch

Knapper als gedacht

Es ist der zweite Spieltag der Kreisliga. Worms V ist am Spieltag zuvor im Derby mit dem SV Worms als deutlicher Sieger hinausgegangen. Deshalb war man mit voller Hoffnung ins Heimspiel gegen den SK Ludwigshafen gegangen, die ebenfalls zwei Mannschaften in dieser Liga haben. In dem Fall war es die dritte Mannschaft, welche ebenfalls ihr Eröffnungspiel gewann und vom Kader her zu den stärkeren gehörte. Es war also ein ordentliches Duell zu erwarten.

Die Partien zogen sich recht lange hinten. Nach über drei Stunden waren gerade mal drei der sechs Partien entschieden. Alle an den niedrigeren Brettern. Mannschaftsführer Hans-Christoph Ketelhut konnte an Brett 4 gegen seine hier im Verein bekannte Gegnerin überzeugen und spielte ein starkes Mittelspiel. Pitt Tjark, der erneut als Ersatz aus der achten Mannschaft eingesprungen war, holte an Brett 6 einen Sieg gegen seinen leicht stärkeren Kontrahenten. Er war jedoch nicht der einzige Ersatzspieler der punktete.

An Brett 5 spielte Lasse Höhn aus der siebten Mannschaft gegen einen deutlich stärker eingeschätzen Gegner, doch die Partie verlief völlig anders als man es sich vorstellen würde: Lasse dominierte im Mittelspiel die Stellung und durfte sich am Ende über einen überraschenden Sieg freuen. Das war nicht nur für ihn ein Riesenpunkt, sondern auch für die Mannschaft. So führte man 3:0, doch als es später wurde, wurde es brenzliger: An Brett 1 musste sich Clarissa Kern gegen einen starken Gegner, der auch höher spielen könnte leider geschlagen geben.

Damit endete ihre Serie von zehn ungeschlagenen Mannschaftsspielen. Auch Marcel Ruh-Clausen an Brett 3 konnte sich trotz sehr langer Spielzeit nicht belohnen und musste im Endspiel die Reisleine ziehen. Zum Glück konnte sich Pésza Pelle an Brett 2 ein verdienten Unentschieden ergattern.

So gewann Worms V am Ende knapp mit 3,5:2,5 und musste trotz einer 3:0 Führung am Ende doch noch mal zittern. Als nächstes geht es für die fünfte Mannschaft nach Neustadt zum Post SV Neustadt. Hier hofft man nach dem guten Saisonstart nochmal ein Stück näher zum Wiederaufstieg zu kommen.

Spielabend
Der Spielabend des Wormser Schachvereins ist Jahr freitags ab 18 Uhr im Hotel Boos. Training ist dienstags für Anfänger 16.30–18 Uhr, für Fortgeschrittene 18–19.30 Uhr. Interessierte wenden sich vor der ersten Teilnahme bitte an Patrick Boos unter Mobilnummer 0157 85068824. Weitere Infos unter www.wormser-schachverein.de.

Wegweisender Sieg zum Auftakt – Worms gewinnt „Derby“ in Frankenthal mit 6,5:1,5!

Saisonauftakt in der Oberliga Südwest

Die erste Mannschaft des Wormser Schachvereins spielt auch in der Saison 2026/27 in der Oberliga Süd-West – zum Glück. Dass es dazu kam, hat das Team dem Rückzug der Schachfreunde Neuberg zu verdanken, denn sportlich wären die Wormser in der vergangenen Spielzeit aus der Oberliga in die 1. Rheinland-Pfalz-Liga abgestiegen. Dementsprechend richten sich in den nächsten Monaten alle Blicke gegen den Abstieg.

Drei Neuzugänge für den Wormser Schachverein
Folgerichtig haben sich Mannschaft und Verein nach Verstärkung umgesehen und diese auch gefunden. Zwei Neuzugänge wirkten bereits am ersten Spieltag der neuen Saison mit. Daniel Kupriyanov und Rajit Majumdar gehen künftig regelmäßig an die Bretter und verstärken den Kader deutlich. Auch interessant: Ein Spieler aus Frankreich, Maelan Bitbol-Delaveyne, wird die erste Mannschaft künftig auch bei einigen Einsätzen unterstützen. Alle drei genannten Spieler sind jung, motiviert und haben ihr volles Potenzial noch nicht erschöpft.

Auftakt eröffnet – 6,5 auf einen Streich!
Beim vorgezogenen „Derby“ – der reguläre Spieltermin wäre eigentlich der 11.10.26 gewesen – reisten die Wormser als Favorit nach Frankenthal und wurden dieser Rolle eindrucksvoll gerecht. Am Ende verbucht das Team einen fantastischen 6,5:1,5-Auswärtssieg und darf sich vorzeitig als Tabellenführer der Liga bezeichnen! Die Motivation, mit dem Abstieg nichts zu tun haben zu wollen, hat man am vergangenen Sonntag deutlich gespürt.
Besonders schön: An den Brettern 1 bis 6 waren alle Wormser Spieler siegreich. Sechs auf einen Streich gibt es in Worms gewöhnlicherweise nur im Ersten Deutschen Fernsehen im Weihnachtsprogramm. An diesem Sonntag aber gewannen Martin Heider, Pascal Karsay, David Musiolik, Daniel Kupriyanov, Johannes Feldmann und Roland Ollenberger alle ihre Partien. Mit einem Remis trug der Mannschaftsführer Mike Martin ebenfalls zur Punktausbeute bei. Lediglich Rajit Majumdar musste sich nach langem Kampf im Endspiel geschlagen geben, wenngleich mehr für den aufstrebenden Jugendspieler drin war.

Realistisches Saisonziel im Blick behalten

Trotz des überaus erfolgreichen Starts lautet das Ziel für die Mannschaft nach wie vor Klassenerhalt. Der nächste Gegner ist im November die vermeintlich unaufhaltbare zweite Mannschaft der Schachfreunde Wolfhagen.

Kupriyanov Neuzugang Daniel Kupriyanov (r.) gewann gegen Michael Schreidl (l.)

Spielabend
Der Spielabend des Wormser Schachvereins ist Jahr freitags ab 18 Uhr im Hotel Boos. Training ist dienstags für Anfänger 16.30–18 Uhr, für Fortgeschrittene 18–19.30 Uhr. Interessierte wenden sich vor der ersten Teilnahme bitte an Patrick Boos unter Mobilnummer 0157 85068824. Weitere Infos unter www.wormser-schachverein.de.